Freitag, 6. Juli 2018

Urlaub mit ohne

Zum ersten Mal seit gefühlten 800 Jahren habe ich frei. Nicht einfach nur zu Hause bleiben und sich im Büro die Arbeit anhäufen lassen, sondern richtig frei. Nicht einfach nur Bespaßer für die Kiddies oder Prellbock ihrer durch Langeweile verursachten schlechten Laune sein, kein zum Scheitern verurteilter Dauerstreitschlichter oder genervter Familienausflügler, sondern einfach nur jemand mit jeder Menge freier Zeit nur für sich selbst.

...what a feeling

Ich gebe zu, dass ich es erst ein bisschen üben musste, in den Tag hinein zu leben ohne Plan und Zeitdruck, völlig abzuschalten von der Arbeit und den Terminen, die mir sonst permanent in Kopf und Nacken saßen, ohne jegliches Gefühl der Verantwortung für Tagesablauf, Bespaßung oder Verköstigung irgendwelcher Mitmenschen. Einfach nur das zu tun, was mir gerade in den Sinn kommt und wozu ich Lust habe.

Daran könnte ich mich glatt wieder gewöhnen, zumal ich jetzt mit meiner neuen Errungenschaft, einem blitzschnellen Alte-Leute-Fahrrad, ganz bequem jeden Stau umfahre und überall hin komme.

Zum Beispiel zum jüngsten Spektakel des Herstellers dieser ekelhaften Superbrause, der die auf angenehme Weise durchgeknallten Leute dazu auffordert, mit selbst konstruierten Fluggeräten ins Hafenbecken zu plumpsen...



... und ja, diese das Ufer säumenden Stecknadelköpfe sind ALLES echte Menschen! War ein bisschen voll da, das gebe ich zu, und so richtig gut sehen konnte man irgendwie auch nicht. Aber immerhin hab ich das jetzt auch mal verfolgt und kann beim nächsten Mal mitreden.

Wesentlich weniger los war ein paar Kilometer weiter beim Sandburgen bauen:



Was mache Leute aus einem Klumpen Strand so zaubern können, ist schon sehr sehenswert. Vor allem, wenn man bedenkt, dass diesen Kunstwerken nur eine extrem kurze Lebensdauer zugedacht ist. Aber es war sehr interessant, den Künstlern bei ihrer Arbeit zusehen zu dürfen, und zwischen Palmenkübeln und Weser kam direkt so etwas wie Urlaubsfeeling auf. Vielleicht sollten sie noch ein wenig Sonnencreme-Duft dort verbreiten...






Heute legt das Sommerwetter netterweise eine kleine Pause ein und beschert dem Garten einen feinen Dauernieselregen. Da ich meinen Sohn zu einer Ferienfreizeit in einen circa hundert Kilometer entfernten Ort mit dem schönen Namen Rulle fahren muss, kommt es mir sehr entgegen, dafür keinen entgangenen Badetag am See verschenken zu müssen. Allenfalls ein paar Stunden Stau auf der Autobahn.
Aber acht Kilometer zähfließenden Verkehr bezeichnet der regelmäßige Nutzer der A1 in unseren Breitengraden ja mittlerweile als "heute bin ich mal richtig gut durchgekommen".

In diesem Sinne, lasst euch die Arbeitstage nicht zu lang, warm oder stressig werden, genießt eure freie Zeit und dreht die Musik laut! (klick mich)

doch bis dahin....



set me alight






1 Kommentar:

  1. Mit ohne ist Klasse. Aber mit ist auch nicht schlecht. Hauptsache Urlaub! Ausspannen können will gelernt sein. Hoffentlich hält die Erholung lange an...Lieben Gruß H.

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